Sprachförderung

Sprachfördermaßnahmen vor der Einschulung in unserer Grundschule

Die Sprachförderung vor der Einschulung ist in Paragraf 54 a Abs.1 und 2 des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) geregelt. Dort ist zu lesen:

„Schülerinnen und Schüler, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um erfolgreich am Unterricht teilzunehmen, sollen besonderen Unterricht zum Erwerb der deutschen Sprache oder zur Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse erhalten.

Kinder, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um erfolgreich am Unterricht teilzunehmen, sind verpflichtet, im Jahr vor der Einschulung nach näherer Bestimmung durch das Kultusministerium an besonderen schulischen Sprachfördermaßnahmen teilzunehmen.“

Wir richten für die hier angesprochenen Kinder besonderen Unterricht ein, in dem die deutsche Sprache erworben wird oder deutsche Sprachkenntnisse verbessert werden.

Neben der sprachlichen Förderung wird die ganzheitliche Entwicklung berücksichtigt. Besonders die kognitive, feinmotorische, soziale und emotionale Reife wird berücksichtigt, weil sie in enger Wechselwirkung zur Schulfähigkeit steht.

Der Sprachförderunterricht findet in verschiedenen Kindertagesstätten im Bereich Stadtsüden statt.

Die Sprachförderung kann nur in enger Kooperation von Kindertagesstätten und Schule gelingen. Dazu gehört der Austausch von spezifischen Informationen über jedes einzelne Kind. Daher ist ein regelmäßiger Austausch mit den Erzieherinnen nicht nur über die sprachliche Entwicklung der Kinder vorgesehen.

Der Arbeitskreis Kindergarten/Grundschule im Stadtsüden ist ein sehr gut funktionierender. In regelmäßigen Treffen werden Aktivitäten geplant, für beide Seiten relevante Themen diskutiert, Absprachen getroffen.

Die didaktisch-methodische Gestaltung der Sprachfördermaßnahme vor der Einschulung muss individualisierend und differenzierend angelegt sein.
Die Phasen des Lernens und Spielens sollten kindgerecht und abwechslungsreich sein. Offene, ganzheitliche und handlungsorientierte Angebote sind notwendig.

Dabei soll die Umgebung so gestaltet werden, dass die zu fördernden Kinder sich wohl fühlen und motiviert sind, gemeinsam zu lernen. Zudem sollen sie das Bedürfnis verspüren, sich sprachlich mitteilen zu wollen.

Die Sprachfördermaßnahme sollte so geplant sein, dass für die Kinder Erfahrungs- und Lernsituationen angeboten werden, in denen sie sich aktiv verhalten können. Die Kinder sollen die Gelegenheit erhalten, Sprache auf überwiegend spielerische Weise zu erproben und anzuwenden. Es soll ermöglicht werden, dass sie sich die deutsche Sprache aktiv und passiv, sprechend und hörend erschließen können.

Es ist wichtig, durch Bilder und konkretes Anschauungsmaterial das abstrakte Wort zu visualisieren, also zum Beispiel durch Rollenspiele, Bewegungs- und Kreisspiele, Fingerspiele, Lieder, Reime, handlungsbegleitendes Sprechen und schlussfolgerndes Denken, das Lesen von Bilderbüchern/Geschichten.

Aspekte des interkulturellen Lernens sollten dabei berücksichtigt werden.
Zudem werden Arbeitsblätter angeboten, um die Kinder langsam an schulische Arbeitsweisen heranzuführen.

Kinder lernen am sprachlichen Vorbild. Deshalb sind Sprache und Sprechen der Lehrkraft sehr wichtig.